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In einem einzigartigen, trinationalen Austauschprojekt zwischen Deutschland, Südafrika und Brasilien haben Jugendliche aus allen drei Ländern drei Wochen lang Workshops an Schulen zum Thema „Fit for Life” durchgeführt. Unterstützt wurden sie dabei durch ENSA. Ein halbes Jahr lang hatten sich die Schüler_innen in ihren jeweiligen Heimatländern darauf vorbereitet. Während des Projekts arbeiteten Gruppenleiter aus Brasilien mit den Schüler_innen in Südafrika zu brasilianischem Fußball, Sexualität und dem Kampftanz „Capoeira”. Die südafrikanischen Gruppenleiter wiederum stellten das Thema Gewalt in den Vordergrund und klärten andere Schüler_innen über HIV/Aids auf. Die Schüler_innen der Haupt- und Realschule Ostrhauderfehn hatten für die Themen Sport und Gesundheit praktische Übungen vorbereitet und gaben deutschen Hip-Hop zum Besten. Immer wieder tauschten sich die Gruppen über ihre Methoden und Erfahrungen aus. Eine besondere Herausforderung lag für die Schüler_innen in der unterschiedlichen Sicht auf ihre jeweiligen Geschlechterrollen.
Jugendliche übernehmen Verantwortung
2006 arbeiteten drei Teams junger Leute zwischen 13 und 18 Jahren in Südafrika, Brasilien und im ostfriesischen Ostrhauderfehn an einer gemeinsamen Sache: Sie machten sich fit machen für internationale und lokale Projekte, fit für die Zukunft, „fit for life“. Eingebettet in das Gesamtkonzept zur Ausbildung von Jugendlichen zu Multiplikatoren im schulischen und außerschulischen Bereich “Peer-Leader-International” übernahmen Jugendliche Verantwortung – lokal und international. Zwischen Oktober und November trafen sich die Teams im Township Mabopane in Südafrika.
In enger Kooperation mit den Teams in Südafrika und Brasilien qualifizierte der Verein „Mirantao“ seit Mai in Zusammenarbeit mit der Haupt- und Realschule in Ostrhauderfehn die Jungedlichen für die Übernahme von Aufgaben als Gruppenleiter_in in Projekttagen, im Unterricht und in internationalen Seminaren. In Südafrika trafen sich 20 junge Ostfriesen und 10 junge Brasilianer aus Mauá mit 75 Peer-Leadern aus dem Township Mabopane bei Pretoria, um drei Wochen zusammen zu leben und in fünf verschiedenen Schulen Workshops anzubieten. Außerdem fanden gemeinsame Präsentationen in jeder Schule und in zahlreichen offiziellen Meetings statt. “Peer-Leader” im Alter von 13-18 Jahren werden im interkulturellen Dialog gestärkt und lernen, Wissen an Gleichaltrige auch aus anderen Ländern zu vermitteln. Die Peer-Leader aus allen drei Ländern tauschten ihre Erfahrungen und Konzepte untereinander aus, besuchten sich gegenseitig in ihren Workshops und lernten methodisch und inhaltlich voneinander.
Projekt mit Zukunft
Der dreiwöchige Aufenthalt in Südafrika war nicht das Ende des Projekts, vielmehr bildete er die Basis für neue Projekte in Brasilien, Südafrika und in Deutschland. So integrierten die Schüler_innen ihr Wissen in Deutschland, indem sie in Kooperation mit „pro familia” Aufklärungskampagnen an deutschen Schulen durchführten. Das seit vielen Jahren durch den Verein “Mirantao” begleitete Projekt ist eine wechselseitige Parterschaft auf Augenhöhe und ohne Nord-Süd-Gefälle. Schüler_innen und alle Beteiligten lernen voneinander. Nicht nur der Austausch zwischen südafrikanischen, brasilöianischen und deutschen Schüler_innen wurde gestärkt, sondern auch die direkte Kooperation der beiden Transformationsländer Brasilien und Südafrika untereinander wird durch das Projekt nachhaltig gefördert.
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